Strecke: von Llanes nach Nueva
Distanz: 21 km, Gesamtstrecke 2025: 21km
Gesamtstrecke 2024 und 2025: 425,4km, gelaufen 419,4km Gehzeit: 08:45Uhr bis 15:30Uhr ca. 6,75Std.
Wetter: zuerst trocken, dann starker Regen, später sonnig, heiß Allgemein: erst auf Feldwegen, dann herrliche Strandabschnitte, meist eben, zum Schluß steil hoch und extrem steil abwärts
Gleich im Regen....
Gegen 7:15 Uhr bin ich auf gestanden. Die Regentropfen am Bad Dachfenster weckten mich. Na, das fängt ja gut an. Egal, was soll´s!
Ab ins Bad, dann Rucksack gepackt. Das dauert wieder... Gut, das wird sich in den nächsten Tagen wieder einspielen. Ok, alles fertig. Moment! Was tropft denn da? Super! Meine Cola Flasche, die, im Holster, am Hüftgurt des Rucksackes hängt, läuft aus!!!! Mann, das gibt´s doch nicht. Holster nass, Hose naß, Teppich naß!!! Ok, Rucksack wieder runter. Teppich geputzt, Holster getrocknet. Zweiter Versuch, diesmal passt es!
So starte ich erst gegen 8:45 Uhr von meinem Hotel La Posada del Rey. Der Himmel ist bewölkt und es fängt auch bald an zu tröpfeln. Aber egal:
ES GEHT WIEDER LOS!
Ein kurzes Stück durch die Altstadt von Llanes, vorbei an der Kirche Santa Maria und schon
ist man am kleinen Strand Playa del Sabon. Von hier geht es über Treppen hoch zur Uferpromenade Paseo de San Pedro. Von hier hat man einen tollen Blick auf das Meer. Leider ist es heute bewölkt und der Blick ist eher bescheiden. Aber egal. Es macht einfach nur Spaß. Leider fängt es jetzt doch stärker an zu regnen und so brauche ich zum erstenGut 1km läuft man oberhalb des Meeres auf der Uferpromenade entlang, immer wieder mit schönen Blicken auf das Meer und die Steilküste. Trotz des Regens bleibe ich oft stehen, genieße den Ausblick, mache Fotos. Es ist frisch geworden, starker Wind gesellt sich zum Regen. Dann verläßt man die Uferpromenade, kommt zu einer Strasse, auf der man dann weiterläuft. Hier sehe ich die ersten anderen Pilger, die gleich, bei diesem Wetter, auf der Strasse blieben und nicht den Weg über die Promenade genommen haben. Nee, für mich war das der richtige Start, auch wenn es geregnet hatte, es war schön hier oben.
Noch regnet es sehr stark, da bin ich froh kurz an einer Unterführung Pause machen zu können. Dann läßt es etwas nach. Und als ich dann ca. 2km weiter in Poo ankomme, hat es auch schon auf gehört. Die erste Bar wird angesteuert. Bei einem Cafe Con Leche und einem Croissant sieht die Welt schon wieder freundlicher aus.
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| Heut geht mir alles am A...vorbei |
Poo wird schnell wieder verlassen, man kann auf einen schönen Feldweg abbiegen und bald läuft man auf Weidewegen wieder Richtung Meer. Eine größere Gruppe Pilger, vermutlich Tagespilger, erkennbar am kleinen Rucksack, hole ich ein. In diese Gruppe will ich mich nicht einreihen und so kommt es mir gerade recht, dass es hier einen Abzweig gibt, zur Ermita de San Martin. Für dieses Jahr hatte ich mir vorgenommen, es wirklich gemütlich an zu gehen und auch, wenn nötig, kleinere Umwege in Kauf zu nehmen, um die Schönheiten, die am Wegesrand lagen, mir genauer an zuschauen. Und hier tat ich das zum ersten Mal. Ich lies die Gruppe weiter ziehen, ging der Abzweigung nach und nach einem kurzen Stück war ich an diesem tollen Strandabschnitt angekommen. Hier war man wieder ganz nahe am Meer, mit einem vorgelagerten rießigen Felsen und den Resten einer alten Kirche. Das sah fantastisch aus! Irgend jemand muß von dem Anblick genau so begeistert, wie ich, gewesen sein. Hier hatte tatsächlich Einer sein Zelt auf gebaut. Es muß großartig sein, hier morgens auf zu wachen und das alles zu sehen.

Mein Weg ging weiter und nach insgesamt ca. 6km kam ich nach Celorio, an den Ort, an dem ich letztes Jahr meinen Jakobsweg, gesundheitlich, abbrechen mußte. Als ich an der Unterkunft La Encina, wo ich letztes Jahr übernachtet hatte, vorbei kam, überfiel mich ein komisches Gefühl. Erinnerungen an die Schmerzen und an den Abbruch trübten meine Stimmung. Also, nichts wie weg hier!
Nach gut 1km kommt man an die Playa de Palombina. Hier gönnte ich mir in einer Bar meine erste Clara con Lemon. Und da es hier so schön war, auch gleich noch eine Zweite hintendrein!😂
Dem Strandabschnitt folgend ging es weiter. Bis es nicht mehr weiter ging! Super! Erster Tag und schon wieder verlaufen. Dafür hatte ich einen schönen Ausblick Und es war auch nicht weit zurück, bis ich wieder auf dem richtigen Weg war. Und nach einem knappen Kilometer war ich schon am nächsten Strand, an der Playa de Borizo. Leider war hier die Bar noch geschlossen und ich mußte ohne Clara weiter ziehen.
Wieder 1km weiter ging es zur Playa de Barro. Immer mit kleinen Umwegen, aber das war es mir wert. Ich war wieder ganz begeistert von diesen kleinen Buchten, auch wenn sie heute bei bewölktem Himmel nicht so strahlten. Auch hier war mir es nicht vegönnt, das nächste Bierchen zu trinken, so zog ich auch hier weiter.
Jetzt ging es am Strassenrand weg vom Meer und bald darauf sah man in der Ferne die Iglesia
de Nuestra Senora de los Dolores(Niembro). Eine Kirche am Rande eines,
fast ausgetrockneten, Flussbettes. Die wollte ich besuchen. Zwar wiesen
mir zwei freundliche Pilgerinnen den Weg, als ich in die andere Richtung
lief. Aber die wußten ja nicht, dass ich heute der Relax Pilger war,
und alles was am Wegesrand zu sehen war, aufsaugen wollte. Leider hatten
die zwei Pilgerinnen recht und ich kam nach kurzen Umwegen wieder auf
den ursprünglichen Weg und gar nicht an der Kirche vorbei. Aber das war
mir dann auch egal. Wieder an der Strasse entlang ging es weiter und
dann hinter der Kirche ging es dann endlich wieder auf einen Feldweg.
War es bis jetzt recht flach gewesen, änderte sich das jetzt merklich.
Die nächsten 2km ging es nur Berg auf. Und dann extrem steil wieder nach
unten. Hier lies ich es langsam angehen. Ich wollte nicht gleich am
ersten Tag meinen kaputten Meniskus überstrapazieren. Überholt wurde ich
da von zwei Amis, John und Gabi(?). Kurzer netter Plausch. Und bald
waren wir unten am alten Kloster von Antolin de Bedon. Dort folgt man
wieder der Landstrasse, ehe man dann an den herrlichen Strand von
Antolin kommt. Jetzt schien auch die Sonne. Und so sah der
Strandabschnitt hier traumhaft aus.
Weiter folgt man dann der Strasse, bis man dann ca. 1,5km später im Ortszentrum von Naves angekommen ist. Hier fand ich endlich eine geöffnete Bar, in der ich eine Kleinigkeit aß, mir ein Cola und ein Bierchen gönnte.
Nach einer guten halben Stunde brach ich wieder auf, weiter Richtung Villahormes, das ich auch nach weiteren 1,5km, immer ansteigend, erreichte. Von dort, immer noch ansteigend, ging es nochmals auf Waldwegen gut 2km weiter, ehe es dann die letzten 500m bis nach Nueva abwärts ging.
Gegen 15:30 Uhr kam ich an meiner Pilgerpension San Jorge an. Kurz noch den Schlüssel vom Zimmer im dazu gehörigen Hotel Las Indianas geholt. Und dann geduscht, kurz daheim gemeldet und dann Bundesliga geschaut. So erholt ging ich dann zur Ortsmitte, wo ich in einer Bar Alice aus der Schweiz traf, die ebenfalls auf Pilgerfahrt war. Mit ihr gönnte ich mir das ein oder andere Bierchen und nachdem das Dorffest sich mit dem Start Zeit lies, suchten wir uns ein Restaurant, um Abend zu essen. Es wurde ein netter Abend mit schönen Gesprächen und um 21:45 Uhr kehrten wir zu unserer Pension zurück.
Fazit: schöne Startetappe, es lief ganz gut, keine Schmerzen im Knie, Schulter tut etwas weh, aber so weit alles ok! Tolle Strandanschnitte, nette Bekanntschaften, so darf es weiter gehen.
Tipp: unbedingt zur Ermita de San Martin abbiegen, wirklich eine tolle Bucht. Die Pilgerpension San Jorge kann ich auch empfehlen. War ok!












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