Datum: Donnerstag, 01.Mai 2025
Strecke: von Gijon nach Aviles
Distanz: 27,2km, Gesamtstrecke 2025: 128,2km
Gesamtstrecke 2024 und 2025: 553,6km, gelaufen 547,6km
Gehzeit: 8:00Uhr bis 15:00Uhr ca. 7Std.
Wetter: extrem schwül (gestern Abend gab es ein Gewitter), dann heiß
Allgemein: ca 6km durch Gijon, aber es ging, dann viel Industrie, wieder viel Asphalt
Industriegebiete...am Anfang und am Ende...
Gegen 7.00 Uhr bin ich auf gestanden, habe kurz im Zimmer gefrühstückt, Sachen gepackt und gegen 8:00 Uhr ging es los.
Vom Hotel ging ich zuerst noch einmal hinunter zur wunderschönen Promenade, an der um
die Zeit natürlich nicht viel los war. Vorbei ging es nochmal an der Kirche San Pedro, weiter runter zum Hafen, da weiter zum Eisenbahnmuseum und dann durch die Vororte von Gijon. Ca. 6km ging es durch die Stadt, da ist man froh wenn man wieder etwas raus kommt. Aber es ging, es war nicht so schlimm, wie es öfters beschrieben wird.
Dann verlief ich mich noch kurz am Ortsausgang. Ok, man hätte schon weiter gekonnt, über die Gleise, aber da sich auf der anderen Seite nur Gestrüpp befand, lief ich lieber wieder zurück. Und andere Pilger machten das auch so. Kurz danach kam man an einem Kreisverkehr an, wo man rechts abbog. Und dann war man wirklich raus aus Gijon. Jedoch hatte ich dann noch ein ausgedehntes Industriegebiet zu durchqueren. Ich glaube, das wird immer wieder als sehr ätzend beschrieben, aber mir gefiel es hier. Man hatte viel zu bestaunen.

Dann ging es Berg auf und man konnte zurück auf Gijon und das Industriegebiet blicken.
An einer Bushaltestelle machte ich nach ca. 7,5km und knappen 2Stunden meine erste Pause.
Gut 100 Höhenmeter mußte man nun erklimmen, immer auf kleinen Seitenstrassen und immer
noch sah man im Hintergrund die dampfenden Industrieanlagen. Dann
endlich lief man auf Feldwegen und dann ging es wieder abwärts. Nach ca.
3 Std. erreichte ich die Iglesia de Santa Eulalia del Valle und machte
wieder Pause. Dort traf ich Max, einem jungen Pilger aus Deutschland.
Mit ihm unterhielt ich mich gut, aber er hatte eine andere Planung wie
ich und so trennten sich unsere wege recht schnell wieder. alleine zog
ich weiter, jetzt wieder in leichtem Auf und Ab, bis kurz vor Tabaza.
Auch dort machte ich an einer Kirche, der Iglesia de San Juan Pause und
gönnte mir eine leckere Orange.

Leider war auch hier die Kirche, wie schon vorhin verschlossen. Das ist schon sehr traurig, dass immer mehr Kirchen verschlossen sind, aber was will man machen.
Von hier ging es dann wieder mal auf der Strasse weiter. Und das nächste Industriegebiet wartete auch schon. Ca. 2,5km läuft man auch hier an Industrieanlagen vorbei. Aber auch hier interessant. Irgend etwas wird hier in Loren transportiert, auf ca. 15m Höhe. Konnte leider nicht in Erfahrung bringen was da so ab geht.
Ab in einem Vorort von Aviles war mir ihr Gang egal, in El Pedrero, sah ich eine Bar und da ich jetzt ca, 5,5Std. unterwegs war, brauchte ich etwas zu Essen. Und zu trinken, denn es war wieder ein sehr heißer Tag. Eine Cola, eine Clara und ein Schnitzelbrötchen, dass sich nachher glaub als paniertes Fischbrötchen entpuppte, gaben mir die Kraft, die restlichen Kilometer auch noch zu schaffen. Und die zwei netten Bedienungen waren auch etwas fürs Auge.😂
Nach ca. 4km, natürlich auch wieder auf der Strasse kam ich in Aviles an, kam am Niemeyer Kulturzentrum vorbei und nach einem weiteren Kilometer durch die Stadt kam ich dann gegen 15 Uhr bei meinem Hotel "40 Horas" an.
Ein etwas vornehmes Hotel für einen Pilger, aber was soll`s? Ein schönes großes Zimmer und ein großes Bad war für diese Nacht meine Unterkunft. Aber wie so meistens in Spanien, etwas hellhörig. Vom Bad verstand man jedes Wort des Nachbarzimmers.

Nachdem ich geduscht hatte ging ich zurück zum Kulturzentrum Niemeyer, ein wirklich beeindruckender Gebäudekomplex, mit einer muschelförmiger Kuppel und einem schönen hohen Turm. Oben gab es ein Restaurant, da wollte ich hin. Leider wurde es gerade renoviert und hatte geschlossen. Schade, da hätte man bestimmt einen tollen Ausblick gehabt.
So schlenderte ich entspannt auf dem Vorplatz hin und her, jedoch zum betreten der Gebäude mußte man einen Obolus entrichten.

Dann zog ich weiter, zur ersten Kirche. Natürlich verschlossen. Jedoch hatte ich dann Glück, die Kirche San Tomas hatte offen. Endlich konnte ich mich mal wieder in einer Kirche niederlasseen und der dortige Priester gab mir sogar noch einen Stempel.
Der Einkauf gestaltete sich dann wieder etwas schwieriger, da auch in Spanien der 1. Mai ein Feiertag ist und die meisten Geschäfte zu hatten. Jedoch fand ich doch ein Geschäft, einerseits Bar, anderseits Einkaufsladen. Dort konnte ich zum Glück doch noch Vorräte einkaufen. Da ich auf der Plazza niemand Bekanntes sah, ging ich in mein Hotel zurück, aber da hatte das restaurant noch gar nicht offen. So ging ich auf mein Zimmer und vesperte mal wieder. Dann schaute ich noch etwas Fern und plünderte meinen Süssigkeiten Vorrat. Erst um 23.30 Uhr legte ich mich schlafen. Ein zwar langer, aber meiner Meinung nach, sehr schöner Tag ging zu Ende.
Fazit: wieder eine etwas längere Etappe, mit viel Asphalt. Jedoch hat mir das Laufen durch die Industriegebiete auch eine Abwechslung beschert. Aber auch hier: viel trinken mitnehmen. Nicht überall gibt es ne Bar!
Tipp: in Aviles auf alle Fälle das Niemeyer Kulturzentrum besichtigen. Ob man nun rein geht oder nicht, das muß jeder selbst entscheiden. Aber alleine schon die Ansicht und das dort herum schlendern ist toll!












Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen