Tag 2 (19)


Datum: Sonntag, 27.April 2025

Strecke: von Nueva nach La Isla

Distanz: 30,8km, Gesamtstrecke 2025: 51,8km

Gesamtstrecke 2024 und 2025: 477,2km, gelaufen 471,2km

Gehzeit: 8:00Uhr bis 17:15Uhr  ca. 9,25Std.

Wetter: morgens frisch, dann sonnig und heiß, ab und zu windig

Allgemein: lange Etappe, anstrengend, froh durch gehalten zu haben 

 

Gleich wieder eine lange Etappe  ...

Gegen 7Uhr bin ich aufgestanden und habe ein kleines Frühstück im Zimmer zu mir genommen. Dann ins Bad, anschließend Rucksack gepackt und gegen 8Uhr verließ ich meine Pilgerpension San Jorge. Kurz noch ins Hotel Las Indianas, den Zimmerschlüssel abgeben und dann ging´s auf zur zweiten Etappe.

Man folgt der Hauptstrasse und nach gut 500m verläßt man Nueva kurz vor den Bahngleisen links abbiegend auf einen kleinen Feldweg. Die Sonne ist schon auf gegangen, aber es ist noch recht frisch, so dass ich mein Fleece gut gebrauchen kann. Aber schon nach einer halben Stunde kann ich es ausziehen und im Hemd weiterpilgern, da es schon angenehm warm ist. Einen knappen Kilometer läuft man entlang der Bahngleise, ehe man dann die Autobahn unterquert, und dieser dann einen guten Kilometer ebenfalls folgt. Dann ist man schon in Pineres de Pria. Auch hier läuft man wieder ein Stück entlang der Bahnlinie, biegt dann aber rechts ab um kurz danach den Ort auch schon wieder zu verlassen. Nach 300m kommt man an einem Haus vorbei, wo die Bewohner verschiedene

Figuren aus Blumentöpfen gebastelt haben.
Diese sind schön an zu sehen. 

Dann verläßt man die schmale Strasse und biegt wieder auf einen Feldweg links ab. Man kommt jetzt doch etwas ansteigend in einen Wald, den man nach gut 700m durchschritten hat und sieht dann oberhalb einer Weide, die jetzt im Sonnenschein liegende Kirche von Pineres de Pria. Nachdem ich die doch recht steile Weide erklommen hatte, brauchte ich jetzt doch eine kleine Pause an der, leider verschlossenen, Kirche. Der kurze Anstieg hatte doch etwas geschlaucht!

 

 

 

 

 

 

Die Kirche von Pineres de Pria 

 

Von hier ging es dann wieder Berg ab und nach ca 700m erreichte ich dann eine kleine Kirche, die endlich einmal geöffnet war. So konnte ich ein kurzes Gebet sprechen und dann weiter meines Weges Richtung Belmonte und dann weiter nach Cuerres ziehen. Vor Cuerres zieren den Wegesrand  schöne, bunt bemalte Steine. Ob das irgendeine Bedeutung hat, habe ich leider nicht erfahren, aber auf alle Fälle war es schön an zu sehen. 




Auf kleinen Strassen ziehe ich weiter, jetzt wieder relativ eben, immer wieder mit leichten Auf und Ab, bis an den Rand des kleinen Ortes Toriello. Dort mache ich an einen Ratsplatz eine Pause von ca. 20 Minuten,nachdem ich jetzt doch schon ca. 2 Std. unterwegs bin. Hier stärke ich mich mit Wurst und Käse und natürlich etwas zu trinken. Die Sonne sticht jetzt schon ordentlich vom Himmel. 


So gestärkt geht es dann für ca. 3km weiter, auf schönen Feldwegen, immer mit leichtem Auf und Ab, ehe mich eine Baustelle zwingt einen kleinen Umweg zu nehmen. Eigentlich wäre es ja wieder Zeit für eine kleine Pause, aber da es nichts gibt zum hinsitzen, ziehe ich weiter. Und nach gut 1,5km erreiche ich den Stadtrand von Ribadesella. Über die Einfallstrasse komme ich dem Ortskern immer näher. Dann geht es in eine gepflastere Gasse und von dort geht es halbrechts viele Treppen hinunter, um dann unten am Plaza de la Reina Maria Cristina mit dem Rathaus anzukommen. Dann am Kreisverkehr vorbei und dann über die ca.350m lange Brücke über den Fluss Sella und ich bin am Hafen von Ribadesella. Dort kann ich jetzt endlich direkt am Hafen auf einer Bank meine wohlverdiente nächste Pause machen. Hier lasse ich mir Oliven, Brot und das erste Bierchen heute schmecken. Reina




Eigentlich wollte ich ja in Ribadesella meine heutige Tour beenden, da ich nicht den gleichen Fehler, wie letztes Jahr begehen wollte und mich am Anfang mit zu langen Touren zu übernehmen. Aber es war erst ca. 11:15Uhr und knappe 13 Km, die ich heute gelaufen war. So schaute ich mir mal die nächste Etappe bis La Isla im Pilgerführer an und nachdem ich in La Isla noch ein Zimmer buchen konnte, entschied ich mich nach einer knappen 3/4 Std. Pause, doch noch weiter zu laufen. Auch wenn es dann doch gleich zu Beginn wieder eine Etappe über 30km werden würde. Doch da ich ja eine gebuchte Unterkunft hatte, war es ja egal wann ich ankommen würde. Und so machte ich mich gut gelaunt dann auf den weiteren Weg.

Ca. 500m läuft man dann am Hafen entlang, schwenkt dann nach links ab und vor Einem lieg der wunderbare Strand von Ribadesella. Auf der Uferpromenade schlenderte ich, immer wieder stehen bleibend und den herrlichen Ausblick genießend, gemütlich weiter. Im strahlenden Sonnenschein lag dieser Sandstrand mir, so zu sagen, zu Füßen! Traumhaft schön!



So ging es ca. 1,2km weiter, immer leicht oberhalb des Strandes auf der schönen Promenade, bis man dann, leider, den Strand, links abbiegend, verlassen mußte und wieder in den Ort zurück kam. 

 

 

Dann folgte man ca. 1km einer Ausfallstrasse, immer gerade aus und eben, ehe man dann zum Kreisverkehr Rontando del Dinosaurio kam. Inmitten des Kreisverkehr steht eine große, aus Pflanzen nach gebildete, Dinosaurier Skulptur, herrlich an zuschauen.


Man verläßt dann Ribadesello, vorbei an  einem Campingplatz, auf einem schönen Randstreifen, der parallel zu der wenig befahrenen Landstrasse, entlang führt. Jetzt doch immer mehr ansteigend kommt man nach ca. 1km nach San Pedro. Da mein linkes Knie etwas schmerzt, wäre eine Pause gut. Aber in San Pedro gibt es keine Bar und so laufe ich weiter. Immer steiler wird der Weg und es ist gut heiß. So bin ich froh, dass ich bald ein Waldstück erreiche. Ab San Pedro läuft man auf der Strasse. Und wie ich so in dem Waldstück auf der Strasse laufe, kommt von vorne mir ein Auto mit hohem Tempo entgegen. Ok, na der sieht mich ja. Denkste! Das Auto rast auf mich zu, ich fuchtle mit meinem Pilgerstab, aber keine Reaktion. Nur ein Sprung in den Graben rettet mich vor einem Zusammenstoß. Die Frau am Steuer zeigt keine Reaktion und rast weiter. Total auf gebracht schimpfe ich ihr hinterher. So stehe ich etwas perplex in der Pampa und bin Heil froh, dass nichts passiert ist.

Nach diesem Schreckmoment laufe ich weiter, jetzt der doch sehr steilen Strasse folgend. Endlich komme ich am Rand von Abeu an. Dort gibt es einen schönen Rastplatz, leider in der Prallsonne, aber ich brauche dringend eine Pause. 

Etwas erholt laufe ich weiter, jetzt im Auf und Ab und nach ca, 1,5km geht es sehr steil abwärts, bis man in Vega ankommt. Hier, wieder entlang eines Campingplatzes, kommt man 500m weiter, an einen herrlichen Strand. Ich finde kein passendes Restaurant uns so laufe ich weiter, mache aber, als ich merke, dass der Weg wieder vom Strand wegführt eine kleine Rats und trinke etwas. Mhh, so langsam neigt sich mein Getränke Vorrat dem Ende zu, jetzt heißt es gut einteilen. 20km habe ich hinten mir, aber noch so an die 10km vor mir. 


Nachdem ich die Playa de Vega verlassen habe, steigt der Weg jetzt wieder an. Aber auf dem Weg kann man von oben schön auf den Strand, die Playa de Berbes, hinunter sehen. So gut 1,5km vor Berbes habe ich den höchsten Punkt für heute erreicht und nun geht es natürlich wieder steil runter. Also dieses ständige Auf und Ab hat es ganz schön in sich. Am Rand von Berbes bekomme ich endlich in der Casa Melin etwas zu trinken. Auch fülle ich einen Teil meiner Flaschen auf. Immer noch 8km. Ob dass die richtige Entscheidung war, heute noch weiter zu laufen?



Am Rand von Berbes haben Pilger diese Ortschilder auf gehängt!

Von Berbes muss man dann auch noch ca. 2km auf der Landstrasse laufen. Ab und zu sieht man das Meer. Aber dann kann man endlich wieder auf einen Feldweg abbiegen, genau oberhalb des Playa de Moris. Hier hat man wieder eine tolle Aussicht. 2km läuft man wieder oberhalb des Strandes, bis man am Playa de El Viso ankommt. Hier, an einem wunderbaren Ausblick mache ich wieder eine Pause und hier gönne ich mir ein Bierchen aus dem Rucksack. Normalerweise trinke ich während des Laufen keinen Alkohol( fast), aber hier an diesem tollen Wegpunkt mußte das einfach sein. 


Die Wellen klatschen gegen die Felsen. Ein bischen klettere ich hinunter, direkt an den Strand, entscheide mich aber doch lieber wieder um zukehren und genieße auf einer Bank den Ausblick, die Ruhe und das Leben!




Weiter geht es dann direkt an der Playa de La Espasa vorbei, wo eine übervolle Strandbar mich nicht zum Verbleiben locken kann. Noch einmal genieße ich einen Blick auf das Meer, ehe ich auf die N632 komme und der Strasse, die letztem 2km folgen muß. Wie immer zieht es sich zum Schluss, aber so gegen 17:15Uhr stehe ich vor meiner Unterkunft, dem Hotel Monte y Mar.






Nachdem ich ein gecheckt habe war duschen und Kleider waschen angesagt. Die Wäsche wurde vor das Fenster gehängt und dann schaute ich mir den Ort etwas an. Zum Glück fand ich einen geöffneten Laden. Da der aber am nächsten Morgen erst um 10 Uhr öffnete, mußte ich den nötigen Proviant und vor allen Dingen das Trinken für den nächsten Tag, jetzt schon kaufen. Weiter ging es, aber ich fand kein passendes Restaurant. So lief ich an der Playa de la Isla vorbei und sah die tollen Felsen, El Pinon genannt. 

 
Hier blies der Wind aber extrem. So lief ichzu meinem Hotel zurück, da es dort auch Pilgermenue gab.Als ich dort ankam, saß schon eine Pilgerin (Frauke aus Dresden) beim Abendessen und ich fragte, ob ich mich zu ihr gesellen dürfe. Als sich heraus stellte, dass wir beide Deutsche waren, freute sie sich, dass sie jemand hatte, mit dem sie sich unterhalten konnte. Zum Essen gab es Spagetti mit Thunfisch und Tortilla. Also, mir hat es sehr gut geschmeckt. So wurde es ein netter Abend, der aber nicht so aus gedehnt wurde, da wir Beide doch sehr geschafft waren. Auf dem Zimmer wurde noch Tagebuch geschrieben, der Rucksack vor gepackt. Und dann ging es ins Bett. Und obwohl dass Zimmer zu der viel befahrenen N632 ging, konnte ich gut schlafen.

Fazit: lange, anstrengende Tour. Ribadesella sehr schön, mit tollen Hafen und Promenade. Sonst auch recht schön, durch die vielen Strände, die man zum sehen bekommt.

Tipp: viiiiel zu trinken mitnehmen, man braucht es, durch die vielen Auf - und Abstiege. Pausen an den Stränden machen, hier ist keiner hervor zu heben, sie sind alle traumhaft. Ich fand den Playa de El Viso sehr schön, deshalb machte ich da auch Rast. Das Hotel Mone y Mar ist ok, ja eigentlich gut, da man da auch zu Abend essen kann. Aber ich fand es etwas teuer.

 

 

 

 

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