Datum: Freitag, 02.Mai 2025
Strecke: von Aviles nach San Esteban
Distanz: 22,2km, Gesamtstrecke 2025: 150,4km
Gesamtstrecke 2024 und 2025: 575,8km, gelaufen 569,8km
Gehzeit: 8:00Uhr bis 15:00Uhr ca. 7Std.
Wetter: morgens Gewitter, dann trocken, 1/2 Std. starker Regen, mittags heiß
Allgemein: viel am Strassenrand, gefährlich, Feldwege sehr matschig
Um 7 Uhr war die Nacht vorbei und ich stand auf. Der Himmel war bewölkt und bald darauf zog ein Gewitter auf und es regnete heftig. So frühstückte ich ne Kleinigkeit auf dem Zimmer, packte in Ruhe meine sieben Sachen und als es gegen 8 Uhr auf gehört hatte zu regnen, machte ich mich auf den Weg.
Prompt verlief ich mich gleich, kam nochmals am Kulturzentrum vorbei und dann befand ich mich wieder auf dem richtigen Weg. Ca ½ Std. ging es durch Aviles, ehe ich, kurz bevor ich die Stadt verließ, ein Cafe sah. Dort gönnte ich mir einen heißen Cafe con Leche, da es recht frisch war, und ein Croissant. Dann ging es weiter, jetzt Berg auf und bald hatte ich die Stadt hinter mir gelassen.
Nun ging es wieder realtiv eben weiter, für so gut 1,5km. Dann verlässt man die Strasse links weg und es geht wieder abwärts, bis nach La Plata. Dieser Weg war durch den Regen aufgeweicht und matschig, aber noch gut begehbar. Dann unterquert man die Autobahn und bald kommt man nach Piedras Blancas. Den Ort durchschreitet man immer gerade aus und bald läßt man auch diese Siedlung hinter einem. Dann kommt man in ein Waldstück, von wo man die Leuchtfeuer des Flughafen Asturias sehen kann. Hier traf ich auch mal wieder eine Pilgerin, Cindy aus Australien. Mit ihr lief ich ein Stück, aber dann trennten sich unsere Wege wieder, da Cindy eine Pause wollte, da es leicht anfing zu regnen. Aber es gab hier keinen Unterstand und nicht viel weiter, in Santiado del Monte, sollte es eine Kirche geben. Bis dahin wollte ich weiterlaufen und hoffte, dass die Kirche offen war, damit ich dort Unterschlupf finden würde. Aber es fing heftig an zu regnen, so dass ich doch auch meinen Poncho anziehen mußte.Doch dann stand ich vor der Kirche Iglesia parroquial de Santiago del Monte. Natürlich aber verschlossen. Doch wenigstens gab es seitlich einen überdachten und trockenen Platz. Dort machte ich jetzt erstmal Pause. ca. 11,5km hatte ich
hinter mich gebracht, da tat etwas Erholung gut. Zu mir gesellten sich Marcelo und Paula aus Südamerika. Es wurde eine nette Pause, mit interessanten Gesprächen. Sie gaben mir Nüsse und ich ihnen eine Orange. Es war richtig nett. Sie brachen, obwohl es noch leicht regnete, wieder auf. Ich wartete lieber noch etwas. Und nach insgesamt 40 Minuten Pause ging es für mich auch wieder weiter. Aber die lange Pause hatte mir gut getan.
Auf der Landstrasse ging es weiter. Naja, nach Reiseführer so 900m. Von wegen!! Gute 2km zog sich der Weg auf der leicht ansteigenden und kurvenreichen Strasse dahin. Da es keinen
Gehweg gab, mußte ich auf den 25cm breiten Seitenstreifen laufen. Und bei jeder Kurve die angst, dass so ein rasender Spanier, mich auf die Hörner nimmt. Also, wirklich, das war nicht mehr schön. Sogar gefährlich war das! Als ich schon nicht mehr daran glaubte, kam dann doch ein Abzweig, links ab auf einen Feldweg. Gott sei dank!
Doch besser wurde es hier auch nicht. Nach gerade mal 100m versank ich fast im Morast. So naß, matschig und furchig war dieser Wegabschnitt. Klar, es hatte ja heftig geregnet. Dann hatte ich den höchsten Punkt der heutigen Etappe erreicht und von da ging es dann die nächsten ca. 3km wieder Berg ab, bis man nach Soto del Barco kommt. 500m vor Soto del Barco macht ich meine nächste wohlverdiente Rast, in El Castillo. Von meiner Bank hatte ich eine tolle Aussicht auf die Burg, von der der Ort seinen Namen hat. Da jetzt auch mal wieder die Sonne schien, lies ich mir Zeit, gönnte mir eine Clara con Lemon aus dem Rucksack und genoß das Leben!

Noch hatte ich gute 6km vor mir, aber da ich in meine gebuchte Pension noch nicht einchecken konnte, war ich nicht unter Zeitdruck. Da ich icn Soto del Barco keine Unterkunft gefunden hatte, mußte ich schon vor dem Ort rechts abbiegen, Richtung Esteban de Pravia. Über eine sehr lange Brücke überquert man Nalon, folgt dann immer weiter der Strasse, bis man dann nach ca. 5km im Ort ankommt.

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| Ausblick auf den Hafen |

Dann ging ich zum Hafen, schaute nach einem Supermercado, kaufte Vorräte ein. Und fand sogar ein Restaurant, wo ich schon um 18 Uhr etwas zum Essen bekam. Hier lies ich mir leckere Pimientos und Crockettas schmecken. Und das ein oder andere Bierchen.
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| alles weg geputzt |
Schon gegen 20:30 Uhr war ich wieder in meinem Zimmer und genoß einen entspannten Abend und als es dunkel wurde, fielen auch mir die Augen zu.

Fazit: obwohl die Etappe nicht so lang war, trotzdem anstrengend, da viel Asphalt, gefährlich an der Strasse und der Morast war auch schwer zu gehen.
Tipp: wenn man den Umweg über Esteban macht, das Hotel Kerala ist sehr gut. Ruhig, gleich oberhalb des Hafens, wo es Bars und Supermerado gibt.














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