Datum: Sonntag, 04.Mai 2025
Strecke: von Soto de Luina nach Villademoros
Distanz: 25,1km, Gesamtstrecke 2025: 197km
Gesamtstrecke 2024 und 2025: 623,4km, gelaufen 616,4km
Gehzeit: 7:45Uhr bis 14:15Uhr ca. 6,5Std.
Wetter: bewölkt, dann Regen,frisch, wieder bewölkt
Allgemein: viel auf und ab, viel an der Strasse
Ewiges auf und ab....
Gegen 6 Uhr war ich schon wach, so frühstückte ich eine Kleingkeit, packte gemütlich meine Sachen und so gegen 7:45 Uhr startete ich bei bewölktem Himmel auf meine heutige Etappe. Noch einmal vorbei an der, leider immer noch geschlossenene Kirche Santa Maria, verlies ich nach ca. 1km den Ort, bog auf einen steil aufwärts gehenden Feldweg rechts ab
und nach einem weiteren Kilometer hatte ich 150HM erklommen. Nach einem Kreisverkehr konnte man wieder auf einen Feldweg abbiegen, doch nach einem weiteren Kilometer lief man dann parallel zur Autobahn auf einer Landstrasse weiter. Dann konnte man die Strasse endlich verlassen und lief die nächsten gut 2km, immer wieder auf und ab, auf kleineren Seitenstrassen weiter, aber immer noch auf Asphalt, bis kurz vor Novellana. Hier ging es dann kurz auf einem Feldweg wieder steil nachoben und erreichte dann den Ort. Nach guten 5,25km hatte ich mir eine Pause verdient und kehrte in eine Bar ein, wo ich mir einen Cafe con Leche und ein Crousant schmecken lies. Noch war der Himmel bedeckt, aber es regnete wenigstens nicht. Also weiter.
Wieder ging es der Strasse entlang. Das war heute schon heftig. Das trübe Wetter, dann immer wieder auf und ab, und dann noch sooo viel an der Strasse. Also, es gibt schönere Etappen. Zum Glück traf ich in der Nähe von Castaneras, Manuela aus Rostock. Wir kamen ins Gespräch und liefen ein Stück zusammen. Und verliefen uns promt. Klar, wenn man nur redet und nicht mehr auf die Pfeile achtet.😂 Aber wir bemerkten es bald und nach einem kurzen Rückweg, waren wir schnell wieder auf dem richtigen Weg. Jetzt ging es endlich mal weg von der Strasse. Auf nassen, zum Teil überfluteten Feldwegen ging es, wie immer: Auf und Ab! Aber es war kurzweilig, da Manuela auch schon einige interessante Wanderungen gemacht hatte und wir uns gut verstanden. Trotzdem, irgendwann lief sie mir zu langsam und ich ging etwas voraus. Als es dann doch über einige Wasser getränkte Stellen ging, wartete ich auf sie. Aber das wäre nicht nötig gewesen. Manuela meisterte diese Stellen auch ohne meine Hilfe. Nach ca. 1,5km kamen wir wieder auf eine Landstrasse, die uns nach Santa Marina brachte. Für mich war es wieder Zeit für eine Pause, Manuela ging weiter. So trennten sich unsere Wege, aber wir würden uns schon wieder treffen. Und so war es auch.
11km war ich bis jetzt gelaufen, da tat ein Cafe wieder ganz gut. Zumal es auch recht frisch geworden war. Also heut war wirklich ein ungemütlicher Tag. Aber auch da muß man durch. 
dem war es heute auch zu naß

.. und mir auch!
Weiter gings, immer iweder auf der Strasse. Dann fängt es auch noch an zu regnen. Na klasse! Also, Poncho an und weiter. Nach gut 2km, kurz vor Ballota finde ich einen Unterstand, wo ich eine kurze Pause mache. Aber es hört nicht auf. Na gut, dann halt im Regen weiter. Immer wieder im leichten Auf und Ab komme ich nach weiteren 3km und insgesant gut 16km kurz vor Tabliza an die Ermita de San Bartolome an. Dort kann ich unter dem Vordach der kleinen Kirche wieder eine Pause im Trockenen machen. Eine Cola
und ein selbst belegtes Bocadillo geben mir etwas Kraft zurück. Trotzdem ist es ungemütlich, kalt und feucht. So mache ich mich nach einer guten viertel Stunde wieder auf den Weg
Wenigstens sieht man ab Tabliza mal wieder das Meer unter einem liegen, Jedoch durch
den Regen alles in Grau in Grau! Immer oberhalb des Meeres wandert man weiter, bis man nach ca 4km, bei Ribon, sich wieder vom Meer entfernt und nach weiteren gut 2km nach Cadavedo kommt. Zum Glück hat es auf gehört zu regnen. Zeit für eine Pause, aber ich finde keine Bar. Ich habe heute auch genug und will nur noch ankommen. Also laufe ich weiter. Jedoch an einer Bushaltestelle setzte ich mich doch nieder, trinke etwas und erhole kurz, bevor ich mich auf die letzten gut 1,5km mache. Auch hier noch einmal ansteigend erreiche ich bald Villademoros, finde meine Unterkuft, die Casa Carin. Dort wird gerade gegrillt, aber leider werde ich nicht zum Essen ein geladen😂 Dafür bekomme ich eine tolle ferienwohnung ganz für mich alleine. Der Hospitaliero erklärt und zeigt mir alles und bald sitze ich, etwas erholt, nach einer heißen Dusche, in meinem Wohnzimmer.

Zum Glück hatte ich unterwegs noch Proviant eingekauft, da es hier in der Unterkunft nur Getränke zum kaufen gibt. Und jetzt fängt es auch wieder an zu regnen. So decke ich mich mit Getränken ein, liege ins Wohnzimmer, schaue Fußball. Anscheinend bin ich ganz alleine in der Anlage. Kein Mensch weit und breit. Das ändert sich plötzlich, als meine Wohnungstür aufgeht, die Herbergsmutter mit einer Pilgerin vor mir steht. Kurzerhand wird die Pilgerin, Victoria, bei mir einquartiert. Ok, sie scheint nett zu sein, aber ich bin doch überrascht. Aber da es 2 Schlafzimmer gibt, ist das kein Problem. Als die Herbergsmutter gegangen war unterhielt ich mich mit Victoria und machte ihr klar, dass ich eigentlich für mich alleine gebucht hatte. Sie holte die Herbergsmutter zurück und es klärte sich, dass es ein Fehler des Buchungssystems war. So zog sie wieder bei mir aus, bekam ihre eigene Wohnung. Eigentlich schade, Victoria war eine Nette!😜
So verbrachte ich den Abend alleine, vesperte dann gemütlich und erholte mich von diesem unspektakulären, feuchten Tag. Gegen 22Uhr legte ich mich schlafen und war auch bald im Reich der Träume.
Fazit: unspektakuläre Etappe, viel an der Strasse, ewig Auf und Ab. Nicht besonders schon heute. Nur das Kennen lernen von Manuela und Victoria waren heute das Besonderste.
Tipp: die Casa Carin ist sehr zu empfehlen. Sauber, groß, Waschmaschine, Trockenraum, Getränke vor Ort. Mir hat es sehr gut gefallen.





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