Datum: Monntag, 05.Mai 2025
Strecke: von Villademoros nach Luarca
Distanz: 16,8km, Gesamtstrecke 2025: 213,8km
Gesamtstrecke 2024 und 2025: 640,2km, gelaufen 633,2km
Gehzeit: 9:30Uhr bis 14:30Uhr ca. 5Std.
Wetter: bewölkt, dann Regen,wieder bewölkt
Allgemein: wieder viel auf und ab, aber wenigstens heute nicht so viel Strasse
Am Tag, als der Regen kam....
Nachdem ich gut geschlafen hatte, stand ich erst gegen 8Uhr auf, da heute zur Abwechslung mal eine kürzere Etappe von nur ca. 16km an stand. Da es regnete, legte ich mich gleich wieder hin. Zudem hatte ich noch extremen Husten und Auswurf. Na, fängt ja super an der Tag. Aber es half ja nix. Nach ner halben Stunde richtete ich mich, kleines Frühstück im Zimmer, Rucksack gepackt und so gegen halb Zehn verließ ich die wirklich schöne Unterkunft Casa Carin.
Ein Stück lief ich auf der Dorfstrasse, ehe ich bald auf einen sehr nassen Feldweg abbog. Vor mir erkannte ich Victoria, die Pilgerin von gestern Abend. Ich erhöhte mein Tempo und bald hatte ich sie eingeholt. So liefen wir ein Stück zusammen und wie gestern schon erwähnt, sie war wirklich eine Nette und so unterhielten wir uns glänzend. So glänzend, dass wir uns gleich verliefen. Also, ich weiß ja nicht... Gestern mit Manuela war mir ja das Gleiche passiert. Irgendwie lenken mich die Frauen ab!😂
Wir bemerkten unseren Fehler aber recht schnell und waren bald wieder auf dem richtigen Weg. Aber was heißt Weg? Der Weg war sehr feucht, aufgeweicht, rießige Pfützen. Aber auch das Problem brachten wir gut hinter uns. Warum wir uns dann trennten weiß ich nicht mehr so genau, aber ich lief alleine weiter.
Zudem hatte es auch noch angefangen zu regnen.
Nach 5km erreichte ich, kurz vor Queruas, die kleine Kapelle Santa Ana, leider, wie meistens verschlossen. Aber durch die Fenster konnte ich schon reinschauen.
Kurz nach dem Ort, in dem es leider keine Bar gab, traf ich Jan, einen Pilger aus Belgien. Zuerst erkannte ich ihn nicht als Pilger, da er keinen Rucksack trug. Aber durch ein Gespräch mit ihm, erfuhr ich, dass er wegen einer OP nichts tragen durfte, aber trotzdem den Camino machen wollte. So ließ er sein Gepäck transportieren und erfreute sich des Weges und dass er SEINEN Weg doch machen konnte. Mit ihm verlief ich mich prompt auch wieder. Komisch, alleine passiert mir das fast nie. Und jetzt dreimal in 2 Tagen!
War der Weg bisher relativ eben, mit leichtem Auf und Ab, ging es jetzt doch fast 2 km Bergab, bald auf einer Landstrasse. Gut, bei dem Regen, der leider immer noch anhielt, war
es vielleicht sogar besser, als auf den nassen und überspülten Feldwegen. Der Regen nahm immer mehr zu. Nach ca. 2km kam ich endlich zum Hostal Canero, das direkt an der Strasse liegt. Dort, nach etwas mehr als 8km und über 2Stunden, konnte ich endlich einen heißen Cafe con Leche zu mir nehmen. Und ein leckeres Frühstück, in Form eines Schnitzelbrötchen. Wunderte mich zwar auch etwas, aber es war lecker.
Draußen goß es in Strömem, es hörte gar nicht mehr auf. Also Pause verlängert, nochmal nen Kaffe und nochmal ein Brötchen. Und da merkte ich, dass es gar kein Schnitzel, sondern Fisch, war. Aber egal. Es schmeckte köstlich.
Nach fast einer Stunde ließ der Regen endlich etwas nach. Den nassen Poncho drüber und weiter ging es. Noch ein Stück an der Strasse, doch dann abbiegend auf einen Feldweg ging es steil nach oben.150HM mußte man schnell erklimmen, ehe man dann wieder entlang der Strasse A8 weiter pilgern durfte. Ca 4km ging es dann immer leicht Berg ab, mal auf der Strasse, mal auf Feldwegen,bis nach Barcia. Hier auf dem Weg kommt man an alten Gebäuden, halb verfallen vorbei. Soll wohl mal ein Kloster oder so gewesen sein. Durch den Regen und die Nässe sah es schon etwas mystsich aus.

Zwischenzeitlich hatte es zum Glück auf gehört zu regnen. Aber natürlich war alles naß. In Barcia fand ich auch keine Bar, aber in der Nähe, der, natürlich verschlossenen, Kirche San Sebastian, einen trockenen Unterstand. Dort trank ich etwas und entledigte mich des klammen Ponchos. Und gerade, als ich mich auf den Weg machen wollte, kamen da Victoria und Jan um die Ecke. 
es geht voran!!!
Mit ihnen lief ich dann die restlichen ca. 4km, über Barcellina, bis nach Luarca. Wir hatten nette Gespräche und es war schön sich mit ihnen zu unterhalten. Victoria verlies uns dann am Ortsrand von Luarca, da sie zu einer Herberge wollte, die hier in der Nähe war. So lief ich mit Jan alleine weiter. Luarca wird die weiße Stadt genannt, weil die meisen Gebäude ganz weiß sind. Das sieht man schon, wenn man auf dem Jakobsweg Richtung Zentrum läuft, da zum Schluß der Weg wieder steil abfällt und die Stadt sich auf Meeresniveau befindet. Leider war der Himmel bewölkt und so erstrahlte die Stadt in einem nicht so tollen Glanz. Aber Hauptsache wir kamen dort an. Wie der Zufall es wollte, stellte sich heraus, das Jan im selben Hotel wie ich gebucht hatte und so konnten wir den retslichen Weg zusammen gehen. Gegen 14:30 Uhr erreichten wir das Hotel Rico und checkten ein.
Ein schönes, sauberes Zimmer, mit ebenerdiger Dusche, wurde mir zu gewiesen. Wieder eine tolle Unterkunft. Eine heiße Dusche brachte die erhoffte Erholung. Es war heute schon recht ungemütlich, durch den vielen Regen. Aber das war jetzt schon wieder fast vergessen. Noch die kleine Wäsche gemacht, Sachen zu trocknen auf gehängt.
Luarca. die weiße Stadt
Zum Hafen war es nicht weit, aber der weg zum Leuchtturm von Luarca zog sich dann doch. Leider bewölkte sich der Himmel wieder, als ich dann endlich dort war, aber wenigstens regnete es noch nicht.
Neben dem Leuchtturm liegt der schöne Friedhof von Luarca. Von hier hat man auch einen tollen Ausblick auf das Cantabrische Meer. Leider fing es jetzt doch wieder an zu tröpfeln und ich machte mich rasch auf den Heimweg.

Unterwegs kaufte ich noch Proviant und zur Sicherheit einen Regenschirm. Ja, ich weiß..aber es war mir halt danach. Zur Sicherheit. Brauch ja wohl nicht zuerwähnen, dass ich ihn NIE benutzt habe.🙈
Zurück i
m Hotel gönnte ich mir noch ein paar Bierchen und Tapas. Ich hoffte, dass ich Jan treffen würde, aber daraus wurde leider nichts. Nachdem es jetzt wieder regnete ging ich nicht mehr zum Abendessen weg, sondern vesperte mal wieder auf dem Zimmer. Zum Glück hatte ich genügend eingekauft. Dann schaute ich noch etwas Fern und gegen 23 Uhr legte ich mich zum schlafen nieder.
Fazit: sehr feuchte Etappe, ohne große Besonderheiten, wenigstens waren ein paar Kirchen offen.
Tipp: in Luarca zum Leuchtturm hoch, von hier hat man einen tollen Ausblick. Und wie zum Glückmeistens: tolles Hotel Rico. Sauber, großes Zimmer, ruhig. Hat mir gut gefallen.


















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