Datum: Dienstag, 06.Mai 2025
Strecke: von Luarca nach Navia
Distanz: 22,2km, Gesamtstrecke 2025: 236km
Gesamtstrecke 2024 und 2025: 662,4km, gelaufen 655,4km
Gehzeit: 7:45Uhr bis 13:45Uhr ca. 6Std.
Wetter: zuerst leicht bewölkt, dann sonnig, später heiß
Allgemein: mehr Wege als Strassen, leichtes Auf und Ab, ein steiler Anstieg
Wenn doch nur mal eine Bar kommen würde...
Um 6:30Uhr war die Nacht vorbei. In der Nacht hatte ich sehr gefroren. Da hier im Hotel zum Glück die Heizung im Bad funktionierte legte ich gestern Abend Handtücher auf den Heizkörper und dann die heißen Tücher ins Bett. So war es schön warn und ich schwitzte ordentlich. Vermutlich hatte ich mich gestern bei dem Regen etwas erkältet. Aber jetzt fühlte ich mich wieder ganz gut.
So Viertel vor Acht verlies ich das Hotel Rico und gleich ging es ca. 700m steil hoch,
hinaus aus der Stadt Luarca. Ein kurzer Blick zurück auf die im Morgenlicht erstrahlende Weiße Stadt. Jetzt sah Luarca wunderschön aus.
Bald kam ich zur kleinen Kapelle San Martin, von der man dann wirklich den letzten Blick auf Luarca hatte und dann ging es, zum Glück, nur noch gemäßigt ansteigend weiter, aber erstmal wieder auf Asphalt. Ribadebajo, Taborcias, Vilur und Aquelcabo wurden gestreift, aber es war keine offene Bar zu finden. Unterwegs traf ich Frauke aus dem Osten mal wieder. Mit ihr lief ich zusammen ein Stück. Auch sie suchte eine Bar zum Frühstücken. Nach 7,5km und ca. 1 3/4Std. hatte ich genug. Auch wenn es einen Umweg geben würde, wollte ich jetzt zu einer Bar, die mir auf dem Navi angezeigt wurde. So trennte ich mich von Frauke, da sie keinen Umweg in Kauf nehmen wollte. Keine 150m nach der Abzweigung, der ich dann folgte, traf ich einen Spanier und nachdem der mir erklärte, dass es bis zur nächsten Bar SEEEHR weit wäre, drehte ich dann doch auch wieder um. Auf dem Originalweg sah ich keine paar hundert Meter weiter Frauke am Strassenrand sitzen und eine Pause machen. Sie meinte, das war wohl nix, mit einer Bar. Ok, man kann ja nicht immer recht haben. Aber ich lief trotzdem weiter. Ich brauchte jetzt meinen Cafe con Leche.
Jetzt doch wieder steiler aufwärts trottete ich weiter. Nach 1,5km hatte ich auch genug. Ich setzte mich an den Rand des Weges und vesperte ne Kleinigkeit und trank halt mein Wasser. Echt nervig. Knappe 9km und immer noch keine Bar! Nach 10 Minuten machte ich mich wieder auf den Weg. Dann mal wieder kurz verlaufen, aber wenigstens hatte ich bald daruf den höchsten Punkt der heutigen Etappe erreicht. Nun, auf schönen Waldwegen, ging es wieder leicht abwärts und in der Ferne konnte man das Meer auch endlich mal wieder sehen. Das war für mich jedesmal etwas ganz besonderes, wenn man das Wasser wieder sah. Das gibt einem schon etwas.
Nach gut 11km streift man dann mal wieder die A8 und von da geht es dann wieder leicht Berg auf. Bald erreicht man eine schön gelegene Herberge. Leider war niemand vor Ort. Gegenüber der Fuente de Santiago, schön angelegt. Leichtes Auf und Ab erleichtern das Gehen. Nach einem weiteren Kilometer kommt man nach El Bao. Danach kommt man auf die Landstrasse E70, vorbei an einem Friedhof mit schöner Kapelle. Doch mein Blick sieht nur die gegenüber liegende Bar. Endlich!!!!
Nach 13km endlich einen Cafe con Leche. Und ein Schnitzelbrötchen, das warscheinlich wieder Fisch war. Egal! Und eine Clara con Lemon.Schließlich ist schon halb Zwölf!

Eine halbe Stunde später mach ich mich wieder auf den Weg. Zum Glück kann man die viel befahrene Strasse bald verlassen und auf ruhigen Seitenstrassen geht es nun gemütlich weiter, an der Kirche Santiago de Vilapedre vorbei, bis nach Pinera. Hier geht es an der Herberge von Pinera vorbei und auf schönen Feldwegen weiter bis nach La Colorada.
Nach 20 Mnuten breche ich auf und folge der Einfallstrasse, jetzt Berg ab, nach Navia. Bald erreiche ich den Stadtrand und mit Hilfe meiner Navi App find ich gegen 13:45Uhr mein Hotel Palacio Arias. Ein schönes Hotel und wieder ein tolles Zimmer erwarten mich schon.
Tagesroutine, also, duschen, Kleidung waschen, etwas relaxen. Es ist schön, wenn man relativ bald ankommt. Man kann sich erholen und sich dann gestärkt in den Ort begeben. So mache ich das jetzt auch. Mein Weg führt mich zum Hafen. Bei strahlendem Sonnenschein schlendere ich an der Promenade entlang und wen treffe ich da? Victoria! Wir freuen uns, dass wir uns wiedersehn und fallen uns in die Arme. Obwohl ihr alles weh tut, will sie noch weitergehen und so verabschieden wir uns recht bald von einander. Kurz darauf habe ich den Hafen erreicht, finde eine offene Bar und genieße bei einem Bierchen das Treiben um mich herum. Die Sonne brennt vom Himmel, keine Wolke trübt den Blick. Einfach traumhaft! Mich zieht es weiter, zur nächsten Bar. Wie liebe ich es, ein Bierchen zu genießen, kleine Tapas dazu, was will man mehr!

Entspannt suche ich dann einen Supermarkt, wo ich mich mit neuem Proviant und vielen Getränken eindecke. Den Einkauf bring ich zurück aufs Zimmer. Dann melde ich mich mal wieder zu Hause und erzähle von einem wunderschönen Tag. Später gehe ich noch enmal los, in die selbe Bar. Aber zum Abendessen bin ich, wie meistens viel zu früh dran. So bleibt es halt bei noch ein paar Bierchen, mit Tapas und gegen Abend, wenn die Spanier Essen gehen, ziehe ich mkich in ien Zimmer zurück und vespere da halt mal wieder. Das mit dem Essen gehen klappt irgendwie nicht so richtig. Aber es macht mir nichts aus. Nur manchmal fehlen mir schon so ein paar Pilger, mit denen ich den Abend verbringen könnte.

Fazit: Etappe, ohne viele Bars. Gut, kann ja sein, dass es zu anderen Zeiten besser ist, aber ich hatte heute so meine Probleme, offene Bars zu finden. Sonst eine schöne Etappe, viel Sonne, das war toll!
Tipp: in Navia unbedingt den Hafen genießen, das fand ich herrlich. Und natürlich wieder das Hotel Palacio Arias. Mit den Unterkünften hab ich wirklich Glück!










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