Datum: Samstag, 10.Mai 2025
Strecke: vom Kathedralenstrand nach Vilanova de Lourenza
Distanz: 25,5km, Gesamtstrecke 2025: 310,5km
Gesamtstrecke 2024 und 2025: 736,9km, gelaufen 729,9km
Gehzeit: 9:45Uhr bis 15:15Uhr ca. 5,5Std.
Wetter: den ganzen Tag bewölkt, aber wenigstens kein Regen
Allgemein: noch einmal ca. 6km an der Atlantikküste, dann ins Landesinnere mit steilem Anstieg
Abschied von der Küste...
Gegen 8 Uhr bin ich auf gestanden, habe im Zimmer wieder gefrühstückt, Rucksack gepackt und um 9:30 Uhr fuhr mich Ramon wieder zum Kathedralenstrand. Noch einmal bewunderte ich diesen herrlichen Strandabschnitt, leider wieder bei bewölktem Himmel. Schade, dass ich das nicht im Sonnenschein erleben durfte, aber ich war auch so glücklich!
Vom Kathedralenstrand folgte ich nun dem sogenannten "Camino Mare", dem Weg am Meer. Das ist kein Teil des offiziellen Jakobsweges, doch ich hatte mir den Weg so zu recht gelegt, dass ich später wieder auf den Camino treffen sollte. Jetzt aber folgte ich noch einmal, meistens auf Holzstegen, der Küste. Herrlich hier zu laufen, auch wenn es doch etwas frisch war.
Immer wieder durfte ich schöne Buchten entdecken, bizzare Felsformationen bestaunen und die Atlantikluft schnuppern. Nach gut 4,5km entdeckte ich eine geöffnete Bar, in der ich mir einen heißen Cafe con Leche und ein Croissant gönnte.
Doch wer nach Santiago will, der muß eben weiter, immer weiter. Und wenn das heißt, ab ins Landesinnere, dann macht man das!
So folgte ich jetzt einer Landstrasse gut 2km, überquerte die N634, und von da an ging es recht steil den Berg hoch, immer auf dem Randstreifen der Landstrasse. Gut 6km ging es so weiter, ca 300Hm, ehe ich oben ankam und dort bei der, leider verschlossenen kleinen Kapelle Santa Ana
eine Pause machte. Unangenehm war es jetzt, kühl, immer an der Strasse entlang. Aber das war der Preis des Umweges über den "Camino Mare". Noch einmal ca 4km ging es so weiter, jetzt wieder Berg ab, ehe ich dann zwischen Vilamartin Grande und Gondan wieder auf den offiziellen Jakobsweg traf.Nach Gondan ging es wieder Berg auf und als ich in San Xusio endlich wieder eine Bar fand, war ich froh eine Pause einlegen zu können. Ein Bocadillo und eine Cola brachten mir die nötige Energie für den restlichen Weg zurück. Gute 20km hatte ich bereits hinter mir, davon 14 immer an der Strasse. War nicht so angenehm.
Nach der Bar ging es gleich wieder steil hoch, aber wenigstens konnte man nach gut einem Kilometer die Strasse verlassen und auf einen Feldweg nach links abbiegen. Gut 2km ging es durch ein Waldstück, jetzt wieder Berg ab und als man dann wieder auf eine kleine Strasse kam, war es nicht mehr weit bis nach Vilanova de Lourenza.
Noch gut 1km durch den Ort und ich hatte die Praza Conde Santo, direkt vor dem Monasterio de Salvador, erreicht. Leider war das Kloster geschlossen.
Von hier rief ich meinen Hospitaliero an, da sich meine Unterkunft etwas außerhalb befand und er bei der Reservierung meinte er hole mich dann ab, wenn ich da wäre. Keine 15 Minuten später hielt ein alter Kastenwagen an, eine netter spanischen Mann steig aus, schmiss meinen Rucksack in den dreckigen Kofferraum und schon brausten wir davon. Gut, die Konversation war schwierig, da er nur spansich sprach, aber wir haben viel gelacht. Es war gut, dass er mich abholte, da wir bestimmt 5km noch gefahren sind. Wenn ich das auch noch gehen hätte müssen, wären es dann über 30km gewesen heute. Nein, danke. Da war es so besser.
Irgendwo in der Botanik kamen wir an. Es gab glaub nur dieses Haus hier in der Umgebung, gut noch zwei Ställe, aber sonst nichts. Zum Glück hatte ich noch genug Proviant dabei. Freudig wurden wir vonm Haushund begrüßt und mein Hospitaliero zeigte mir mein Zimmer im ersten Stock. Sehr schön, groß, saubere gute Dusche. Was will man mehr?
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| mein schönes Zimmer |

Dann führte er mich noch in ein angrenzendes Gebäude, worin sich ein Thresen befand, und viiiel Bier.😂 Also verdursten würde ich nicht! Proviant hatte ich zum Glück unterwegs ein gekauft, denn zu Essen gab es leider nichts.

Dann ging ich auf mein Zimmer, duschte und erholte mich etwas. Da es in dem wirklich schönen Zimmer keinen Tisch gab, vesperte ich dann eben auf dem Bett. Aus der Bar holte ich mir noch Cola und Bier und so genoß ich den Abend alleine, da außer mir kein Pilger hier übernachtete.
Ich hatte ja genügend Zeit und so schaute ich mal nach den nächsten Übernachtungsmöglichkeiten, buchte die nächsten 2 Nächte vor. Und dann dachte ich, schau ich mal nach Rückflügen. Von den Etappen her waren es jetzt noch so 7 Tage, dann noch 2-3 Tage in Santiago, also passte der 20.Mai, so in etwa. Und da wurde ich auch fündig. Also Rückflug gebucht. Gut, das war ja schon mal erledigt.
Da mir etwas langweilig war, schaute ich mir meine nächsten Etappenziele mal genauer an und dann dachte ich, buch ich doch den Rest auch gleich vor. Gesagt, getan. In Santiago bekam ich sogar noch ein Zimmer in dem Hotel, wo ich schon zweimal übernachten hatte, im Hotel San Roque. Alles perfekt also. Außer, dass mir plötzlich vom auf dem Bett sitzen oder sonst woher mein rechtes Knie weh tat. Wahrscheinlich irgendwie blöd gesessen oder so. Naja, bis jetzt war ich ja gut durch gekommen. Also, etwas Salbe drauf. Wird schon wieder vergehen.Dann legte ich mich schlafen. Es war etwas kühl im Zimmer, sagen wir besser: Es war kalt! Zum Glück gab es eine kleine Heizung und ich mummelte mich bis oben hin ein. Irgendwann schlief ich, trotz Schmerzen und Kälte, ein!
Fazit: schöne Etappe am Anfang, dann viel Strasse. Zum Teil steile Anstiege.
Tipp: für mich war es die richtige Entscheidung, den "Camino Mare" zu gehen. Das muß aber jeder für sich entscheiden. Ich wollte halt so lange wie möglich am Meer laufen. Dafür war dann der restliche Weg an der Strasse nicht mehr ganz so schön.











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